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#463: Bibelarbeit Doppelleben
Geschrieben von: Dirk Neundorf Montag, den 07. September 2009 um 00:00 Uhr
Hallo alle zusammen,
ich durfte auf dem Teencamp Hoheneiche 2009 eine Bibelarbeit zum Thema "Doppelleben" halten. Auch, wenn ich es einigen Versprochen habe, die Bibelarbeiten und Andachten von mir aufzuzeichnen, so habe ich es doch schlichtweg vergessen.
Trotzdem bin ich der Meinung, dass das Skript meiner Bibelarbeit, vielleicht für einige Leute hilfreich sein kann, deswegen hier das ausformulierte Skript, für die jenigen, die es interessiert.
Anmerkung:
Der Einstieg zur Bibelarbeit (Softstart) ist weg gelassen worden, ihr findet hier nur die "Fakten".
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Stand der Dinge in unsere Gesellschaft (Deutschland):
- Präambel des Grundgesetzes beginnt mit:
„Im Bewusstsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen“- Das Grundgesetz bekennt sich zu Gott (zu den christlichen Werten)
- Leider ist davon nicht mehr viel in unserer Gesellschaft zu finden
- Gott spielt in den Leben der meisten Menschen kaum noch eine Rolle mehr
- Die christlichen Werte, auf die sich das Land beruft, gelten als veraltet und nicht mehr Gesellschaftstauglich
- 10 Gebote: Gott ehren, Feiertag heiligen, Vater und Mutter ehren, nicht töten, nicht ehebrechen, nicht stehlen, nicht lügen, du sollst nicht begehren…
- Neue Werte: Erfolg, Geld, Macht, Sex, Mode, …
- Der stärkere siegt, der schwächere ist Opfer
- Gesellschaft, welche Individualität betont, aber uns permanent mit anderen Vergleicht
- Schulnote, Mode, Musikgeschmack, Statussymbole, Image, ....
- In/Out, Cool/Loser, Reich/Arm, ev./kath./freik, …
- Aber was ist sonst noch wichtig?
- Umfrage unter Jugendlichen
- Glück / glücklich sein, Freunde, Liebe, Familie, Zusammenhalt
- Eigentlich alles christliche Werte
- Aber wo findet man diese im Alltag?
- Wie finden wir denn Sinn des Lebens, wenn der, der uns vorgeben wird nicht glücklich macht?
- Wir leben in einer Gesellschaft in dir wir…
- Hin und her gerissen sind zwischen dem, was man von uns erwartet
- und dem was wir selbst sein wollen
- Wir werden immer mit anderen verglichen
- und sind doch vollkommen unterschiedlich
(Charakter, Fähigkeiten, Begabungen, Herkunft, Vergangenheit, usw.)
- Wir sind von Gott einmalig und wunderbar geschaffen
- und doch erzählt man uns, das wir dies und das brauchen,
um noch anerkannter zu sein und glücklich zu werden
- Einige von euch, haben ein Image bei dem ich mir Sorgen machen würde
- Aber als ich diese Menschen besser kennen gelernt habe, habe ich festgestellt, dass sie gar nicht so schlimm oder gut waren, wie ihr Image
- Es sind Menschen, wie du und ich, mit Stärken und Schwächen, aber alle male liebenswert
- Jeder von uns hat …
- Charaktereigenschaften, auf die er nicht so stolz ist
- Charaktereigenschaften, die er gerne zur Schau stellt
- Sachen, die ihn vielleicht peinlich sind
- Ziele, Träume und Wünsche, die er nur wenigen Menschen anvertraut
- Geheimnisse die niemals jemand erfahren soll
- Wir alle führen ein Doppelleben, zwischen dem was wir für andere sind und dem, was wir wirklich sind.
- Ziel ist es, keine der beiden Seiten zu vernachlässigen
- Wir müssen uns so lieben, wie wir sind, denn so hat Gott uns geschaffen
- Wir müssen auch die anderen Menschen so akzeptieren, wie sie sind, denn so hat Gott sie geschaffen
- Wann wird das Doppelleben gefährlich
- Wenn wir zu sehr auf unser Image bedacht sind
- Wenn das was andere über uns denken, uns wichtiger wird, als was wir über uns selbst denken
- Wenn wir versuchen, der Mensch zu werden, den andere haben wollen und uns dabei selbst aufgeben
- Wenn der Mensch den wir zeigen und der, der wir wirklich sind, zu unterschiedlich werden
Was sagt die Bibel:
- Es ging auch damals zu Zeiten Jesus um das Image
- Lukas 18,10-14 (Pharisäer und Zolleinnehmer beim Gebet im Tempel)
- Die Pharisäer waren bekannt für ihr „gottgefälliges Leben“
- Sie hatten das Image besonders „heilig“ zu sein und haben das auch gezeigt
- Jesus hat die Pharisäer deswegen immer wieder kritisiert
- Sie waren prahlerisch, überheblich, brüsteten sich weil sie angeblich das Gesetz Mose erfüllten und waren arrogant
- Jesus sah ihr Herz und wusste…
- dass sie genauso Sünder waren
- schlimmere Fehler macht, als die Leute, die sie kritisierten
- Und gar nicht die Beziehung zu Gott hatten, wie sie vorgaben
- Es ging ihnen um Macht und Einfluss
- Darum ihr gutes Image zu bewahren und sich anderen zu zeigen,
dass sie etwas besseres sind
- Die Zolleinnehmer waren verachtet
- Die galten als skrupellos, räuberisch, unehrlich und gottlos
- Manche waren das vielleicht auch
- Dieser Zolleinnehmer war gottesfürchtig
- Er wusste um seine Sünden und das er Gott nicht gerecht werden konnte
- Er suchte ernsthaft um die Vergebung von Gott
- Er hatte ein schlechtes Image, aber Gott sah sein „gutes“ Herz
- Beide führen ein Doppelleben
- Keiner zeigt den Menschen, der er ist oder sein möchte
- Aber Jesus kennt das Herz des Menschen und
urteilt nicht nur nach seinen reden und tun. - Er liebt die Menschen, die sich für unwürdig halten
- Essen mit Zolleinnehmer (Matthäus 9,10-12)
- Ehebrecherin (Johannes 8,3-11)
- Aussätzige + Frau mit Öl (Matthäus 26,6-12)
- …
- Matthäus 18,1-4 (Wer ist der größte Jünger)
- Auch die Jünger vergleichen sich
- Sie versuchten in den Augen Jesu der Beste zu sein
- Sie glauben in den Augen Gottes ein Image zu brauchen
- Er sagt, wir sollen vor Gott klein und demütig werden
dann werden wir in Gottes neuer Welt groß sein - Er widerspricht damit den Trend, vor anderen gut dastehen zu müssen
- Er sagt …,
- der kleinste wird der größte sein
- der letzte wird der erste sein (Matthäus 20,16)
- Für Jesus spielt das Image keine Rolle
- Wir dürfen so sein, wie wir sind und brauchen nicht durch Image, Taten und Werke zu beeindrucken
- Und trotzdem haben die Jünger versucht herauszufinden, wer der beste ist
- Sie orientierten sich nicht an Jesus, sondern verglichen sich miteinander
- Genauso wie wir es oft tun (egal ob Christ oder nicht)
- Jesus ist der Maßstab und was er verlangt ist mehr als machbar
- Immerhin tun wir es nicht alleine, sondern mit seiner Hilfe
- Als Ermutigung, nicht jeden Trend zu folgen und sich nicht zu sehr von der Meinung anderer abhängig zu machen
- Was bedeutet das für uns?
- Psalm 139 (David – Du kennst mich)
- Gott kennt uns durch und durch
- Wir können anderen Menschen etwas vorspielen
- Gott aber nicht (es macht keinen Sinn Gott etwas vorzuspielen)
- Deshalb können wir ganz offen und ehrlich vor ihn sein
- Mit unseren Wünschen, Träumen, Ängsten, Sorgen, Freuden, …
- Auch wenn wir hin und her gerissen sind, von dem was die Gesellschaft von uns erwartet und dem, was wir selbst wollen, sollten wir vor Gott ehrlich sein
- Vielleicht sogar gerade deswegen
- Gott liebt uns, so wie wir sind
- Mit allen unseren Stärken und Schwächen
- Mit allen Fehlern, die wir begangen haben und noch begehen werden
- Gott will uns verändern und uns helfen, mehr wie Jesus zu werden
- Image ist das eine (das was andere von uns denken)
- Unsere Identität entsteht aus der Harmonie von unserem Image und dem, der wir wirklich sind
- …aus dem Menschen, den wir zeigen und den, der wir wirklich sind
- Entscheidend ist, was Gott über uns denkt
- Er liebt uns, so wie wir sind
- Was bedeutet es für uns Christen?
- Wir brauchen Gott nicht mit Leistungen zu beeindrucken
- Wir sind aus Gnade gerettet (2. Timotheus 1,9)
- Es zählt nicht die Anzahl der Gottesdienstbesuche,
sondern die Beziehung die wir zu Jesus haben - Wenn Jesus uns wichtig ist, dann zeigen wir das auf die eine oder andere Weise
- Hierbei geht es nicht darum, jeden von ihn zu erzählen
- Manche benutzen Symbole dafür
- Kreuz im Zimmer
- Fisch am Auto
- Christliche Gruppen im SchülerVZ
- …
- Wir fangen an die Menschen so zu behandeln, wie Jesus sie behandelt hat
- Wir dulden keine Gotteslästerung und machen da auch nicht mit
- Wir lesen die Bibel und beten, um Gott besser zu verstehen und Gemeinschaft mit ihn zu haben
- Dies tun wir aber nicht aus eigener Kraft, sondern mit Jesu Hilfe
- Römer 8,14 (Luther):
„Denn welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder“
- Römer 8,14 (Luther):
- Wir tun es nicht, weil wir es müssen, sondern weil wir es wollen
- Kein erzwungener Glaube, sondern einer den ich freiwillig lebe
- Wir brauchen Gott nicht mit Leistungen zu beeindrucken
- Matthäus 10,32-33 (Zu Jesus bekennen)
- Wenn ich mit Gott lebe, sollte ich das auch bekennen, wenn ich gefragt werde
- Ein Glauben, der nichts mit meinen Leben zu tun hat, hat keinen wert
- Gott selbst wird uns den Mut dazu geben, ihn zu bezeugen
- Wir sollten als Christen in Gemeinschaft mit anderen Christen Leben
- Sie können uns lehren, ermutigen und zurechtweisen, wenn wir Jesus aus den Augen verlieren
- Aber trotzdem die anderen Menschen nicht meiden
- Um Zeugen für Gott sein, egal wie das praktisch aussieht
- …weil Gott die anderen Menschen genauso liebt, wie er uns liebt
- …weil er nicht von uns verlangt, nur noch Christen als Freunde zu haben
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Fußnote:
Die Bibelarbeit lief Aufgrund von organisatorischen Gründen nicht so, wie ich es erwartet habe, trotzdem lief sie gut und ist aus meiner Sicht auch gut angekommen
Seid gesegnet!
Dirk
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